Beim Possum Update handelt es sich um ein Algorithmus Update der Suchmaschine Google, das einige Veränderungen an der Lokalen Suche vornimmt. Der Name Possum stammt dabei nicht von Google selbst, SEO Experte Phil Rozek gilt gemeinhin als Urheber.
Hintergrund
Das Possum Update ist nach dem Pigeon Update das nächste bedeutende Update im Bereich der Local Search. Der Fokus liegt dabei auf der lokalen Suche, also Suchanfragen die einen Bezug zur direkten Umgebung aufweisen oder eine Ortsangabe beinhalten. Typisch sind z.B. Suchanfragen nach Restaurants oder Handwerkern, oft in Kombination mit dem jeweiligen Ort. Betroffen sind dabei vor allem Google Maps Einträge, sowie die sogenannten Local Packs. Letzteres sind Einträge am Beginn der Suchergebnisse (SERPs), die Treffer in der entsprechenden Region zeigen, oft Unternehmen aber auch öffentliche Orte etc.. Diese Einträge sind von besonderer Bedeutung für Geschäfte, die auf Kundschaft aus der Region angewiesen sind.
Possum Update – das ist neu
Die Lokale Suche ist für Google keineswegs einfach umzusetzen. Einige der Maßnahmen haben offensichtliche Nachteile, andere werden durch die Smartphone-Nutzung vorangetrieben. Beim Possum Update stehen folgende Änderungen im Fokus:
- Filterung auf Basis der Adresse: Google versucht mehrere Einträge gleicher Unternehmen in den SERPs zu vermeiden. Bisher wurden dafür vor allem Telefonnummer und Domain herangezogen. Unternehmen mit der selben Domain hatten kaum Chancen gemeinsam gelistet zu werden. Seit Possum nutzt Google vermehrt die Adresse der Standorte. Teilen sich nun z.B. zwei Unternehmen eine Anschrift kann dies problematisch werden.
- Grenzen werden unwichtiger: Stadt oder Bezirksgrenzen konnten bisher für Geschäfte, die knapp außerhalb der in der Suchanfrage betroffenen Region lagen, problematisch sein. Hier wurde nachgebessert, sodass diese „harten“ Grenzen aufgeweicht wurden.
- der Local-Filter wird unabhängiger: Organische Suchergebnisse waren bisher eng an die Lokalen gebunden. Mit dem organischen Ergebnis verschwand auch das Lokale aus dem Ranking. Inzwischen scheinen die Algorithmen von einander unabhängig zu arbeiten.
- der Ort der Suchanfrage zählt: die Ergebnisse einer Suche werden nun massiv vom Standort des Suchenden bestimmt, so kann der selbe Smartphone Besitzer in Berlin andere Ergebnisse bekommen als in Wien.
- Keyword-Varianten gewinnen an Bedeutung: die Suche nach „Pizzeria in München“ wird nun unter Umständen andere Suchergebnisse liefern als die Suche nach „München Pizzeria“.
Local SEO nach dem Possum Update
Grundsätzlich definiert das neueste local update die Spielregeln im local SEO nicht neu. Saubere und vor allem konsistente, also möglichst lange unveränderte (Adress-)Einträge in Branchenverzeichnissen und -Listen bleiben unverändert wichtig. Onpage sind die Keyword-Kombinationen und vor allem die Varianten einer Überprüfung zu unterziehen. Vor allem in Bezug auf das Rankbrain Update sind auch umgangssprachliche Ortsangaben interessant.
Fazit
Mit dem Possum Update bringt Google Suchmaschinenbenutzer und Webseiten auch physisch noch näher zusammen. Das gilt es zu beachten und die eigenen Inhalte entsprechend zu gestalten. Mit Sicherheit wird im Bereich Local SEO noch einiges an Veränderungen auf SEOs zukommen, die kleinen Stellschrauben sind hier jedenfalls noch ziemlich mächtig.